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Anwendung

Genial und einfach automatisieren mit LOGI-KIT

Die Zukunft des Bestandslagers

Staplerbetriebene Bestandslager für Paletten, ob Breit- oder Schmalgang, verfügen in der Regel über einen sehr geringen Automatisierungsgrad. Viele Betreiber wollen diese Art der Lagerung nicht missen, bietet sie doch eine vermeintlich unerreichbare Flexibilität - im Abdecken von Spitzen durch zusätzliches Personal oder in der Lagernutzung durch Anpassung der Fachhöhen im Regal. Erkauft wird diese vermeintliche Flexibilität durch einen ungünstigen Raumnutzungsgrad und einen hohen Personaleinsatz bei oft abnehmender Produktivität. Viele Betreiber stehen im Spannungsfeld zwischen dem „Internet of Things“ (IOT) auf der Anforderungsseite, wo Automatisierung per se vorausgesetzt wird und der „High Risk Automation“ als Investitionsfaktor auf der Betreiberseite. Falsche technische und organisatorische Mythen scheinen oft gegen eine Automatisierung zu sprechen. Mit der einfachen Automatisierungslösung LOGI-KIT gelingt der Spagat durch Automatisierung bereits bestehender Lager.

 

Technisch ermöglicht wird das durch ein neues Fahrwerkskonzept und einem Regalbediengerät mit konsequenter Leichtbauweise. Die Belastung der Bodenplatte des Lagers liegt dadurch teilweise sogar unter der eines Staplerbetriebes. Die geringen dynamischen Seitenkräfte, bedingt durch die obere Führung des Regalbediengeräts, können in aller Regel problemlos vom Regal abgefangen werden. Diese Leichtbauweise wirkt sich auch positiv auf den Energieverbrauch aus.

 

LOGI-KIT bietet unterschiedliche Lagerkonzepte mit denen sich selbst Extreme wie wahlfreier Zugriff oder maximale Stellplatzdichte abbilden lassen. Lager mit wahlfreiem Zugriff sind gekennzeichnet durch eine hohe Artikelvielfalt bei geringer Anzahl von Paletten eines Artikels. Klassische einfach tiefe Staplerlager erlauben die Positionierung der untersten Palette direkt auf dem Boden. Die Automatisierung eines solchen Lagers führt bislang zwangsläufig zum Verlust dieser Eigenschaft bedingt durch das schlechtere untere Anfahrmaß eines Regalbediengerätes gegenüber dem eines Staplers. Der daraus resultierende Stellplatzverlust liegt nicht selten im zweistelligen Prozentbereich. Die Regalbediengeräte des LOGI-KIT können mit ihrer Schwenkschubgabel in Verbindung mit einer ausgeklügelten Bahnkurvensteuerung ebenfalls direkt auf dem Boden abgeben - sogar in der Gasse, genau wie ein Stapler. Die Umschlagsleistung eines solchen Regalbediengerätes liegt deutlich über der eines manuell bedienten Staplers.

 

Zusätzlich bietet LOGI-KIT eine einfache, menügeführte Möglichkeit Fachhöhen nachträglich zu verändern. Auch Strukturänderungen sind denkbar, weil für jedes Regal Zusatzebenen angelegt werden, die bei Bedarf aktiviert werden können. Da eine nachträglich eingeführte zusätzliche Regalebene massiv ins überlagerte Lagerverwaltungssystem eingreift, sind solche Änderungen allerdings eher selten.

Alle zuvor genannten Aspekte betreffen Lager, bei denen kein zusätzlicher Platzbedarf besteht, eine Automatisierung also vornehmlich nur zum Ziel der Kostenersparnis, der Leistungserhöhung bzw. Erhöhung der Prozesssicherheit und Nachverfolgbarkeit ins Auge gefasst wird.

 

Mit LOGI-KIT gelingt es aber auch, bei gleicher Grundfläche die Anzahl der Stellplätze deutlich zu erhöhen. Ein mit einem DAMBACH Compact Shuttle (DCS) ausgerüstetes LOGI-KIT Regalbediengerät erlaubt es, den Wunsch nach maximaler Verdichtung der Palettenplätze zu erfüllen. Hierzu wird die vorhandene Gebäudeinfrastruktur des bestehenden Lagers genutzt und ein neues Regal als Kanallager eingebaut. Die Aufteilung wird an die Artikelstruktur des Kunden angepasst und die Zugriffszeit so artikelbezogen optimiert. Die Regale können z.B. unterschiedlich tief ausgeführt oder in unterschiedliche Zonen in der Tiefe aufgeteilt werden und so eine A B C Klassifizierung abbilden. Bei Bedarf kann LOGI-KIT auch eine intelligente Stellplatzverwaltung mitbringen. Dies ist besonders für Betreiber interessant, deren Warenwirtschaftssystem ein Kanallager nicht verwalten kann. Dieses intelligente System bietet Optimierungsmöglichkeiten, die meist auch ein kanallagerfähiges Lagerverwaltungssystem nicht leisten kann. Artikel mit häufigem Zugriff werden gezielt auf den ersten Plätzen im Kanal abgestellt, Artikel mit geringer Zugriffsrate eher auf den tieferen Positionen. Mit der Zeit stehen dadurch häufig benötigte Artikel auf den vorderen Plätzen und sind zeitnah im Zugriff. In Verbindung mit einem entsprechenden zeitlichen Vorlauf können damit z.B. alle zu einem Batch gehörenden Paletten in zeitlich direkter Abfolge ausgelagert werden. Es ist bei der Kanalvariante von LOGI-KIT also nicht mehr so wichtig, Kanäle sortenrein zu füllen, was bei großem Artikelspektrum auch nicht darstellbar ist.

Fazit: Brownfield-Ansätze für automatisierte Logistiklösungen rücken bei steigender Ressourcenknappheit von Fläche und Personal zunehmend in den Fokus. Die Nutzung vorhandener Infrastruktur kann durchaus attraktiver als ein Neubau sein. Vorhandene Gebäude stellen jedoch andere Anforderungen an die Technik als übliche Greenfield-Lösungen. Diese Anforderungen greift DAMBACH auf und beantwortet die sich daraus ergebenden technischen Fragen mit dem LOGI-KIT Konzept.

 

Autor: Dirk Lorenz